Verließ

Viele Minuten, Stunden, Tage
viele Jahre ganz allein
nur in deinen Augen lesen
mehr braucht es nicht um frei zu sein

Doch die Einsamkeit umschließt uns
spürst du die Zeit wie sie verrinnt
verrinnt für dich und mich und Andere
und für jedes Menschenkind

Manchmal hör ich deine Stimme
nur ganz leis wie ein Gedicht
wir sind Freunde und doch Fremde
und ein Schatten löscht das Licht

Dunkel und doch voller Frohsinn
lachend und um Hilfe schreiend
ich will jubeln, jauchzen, tanzen
doch die Stille hüllt mich ein

In dem Keller meiner Seele
sind die Schatten an der Wand
kann den Schlüssel dir nicht geben
denn er kam mir längst ab Hand

Es ist duster
doch im Dunkel liegt oft mehr als man erahnt
ich muß jetzt im Finsteren bleiben
so war’s wohl für mich geplant

Und die Tür verschließt sich knarrend
und der Hauch von dir entwicht
ich sitz da - vor Irrsinn lachend
und der Schatten löscht das Licht